Rezensionen

Kommentare: 27
  • #27

    Jessi Richter (Montag, 27 November 2017 21:36)

    Genial! Eigentlich bin ich mehr in der Westernecke zu Hause, doch aufgrund einer Empfehlung habe ich mir dieses Buch vorgenommen. Zuerst dachte ich, dass ich Wochen brauchen würde mich da durchzukämpfen, doch wenn man erstmal mit dem Lesen angefangen hat, dann kann man das Buch kaum mehr aus der Hand legen! Es gab nicht eine Seite, keinen Absatz, nicht mal eine Zeile, die man hätte überspringen wollen oder können! Dieses Meisterwerk ist stets spannend und schlüssig geschrieben! Vielen Dank für dieses außergewöhnliche Lesevergnügen!

  • #26

    Huskystyle (Donnerstag, 02 November 2017 11:12)

    Das Buch wartet gleich mit zwei Prologen auf, deren beschriebenen Ereignisse nicht nur über 40 Jahre auseinander liegen. Auch die Tatsache, daß sie scheinbar nichts miteinander zu tun haben, weckt die Neugier des Lesers und der weitere Verlauf des Buches entfaltet einen ungeheuren Sog, dem man sich kaum entziehen kann.

    Sie schafft es, die 7 Hauptpersonen gleichermaßen auf eine eindringliche und tiefgründige Weise darzustellen, wie ich es schon lange nicht mehr erlebt habe. Darüber hinaus schafft sie es, die diversen Mikrokosmen in ein abenteuerliches Beziehungsgeflecht zu binden. Dadurch nimmt die Geschichte an manchen Stellen unerwartete Wendungen, bis hin zum überraschenden Schluß, bleibt aber stets schlüssig.

    Nach und nach werden die Akteure förmlich „entblättert“, und gebannt verfolgt man die weitere Entwicklung. Hierbei nimmt man die Perspektivwechsel zwischen den Personen kaum bis gar nicht wahr.

    Durch ihren klaren und detaillierten Schreibstil schafft sie es perfekt, daß sich Leser ganz tief in die Protagonisten hinein versetzen können. Wenn man sich dann dabei erwischt, daß man selbst die widerwärtigsten Gedankengänge nachvollziehen kann, obwohl man sie niemals gutheißen würde, dann lässt Einen dieses Buch mehrfach schaudern.

    Auf Anhieb fällt mir kein Psychothriller ein, der derart abgründig in die Seelen der handelnden Personen blickt und ihre Begierden, Sehnsüchte und Gefühle auf so eindrucksvolle Weise darstellt. Dieses dann auf so viele Personen zu erstrecken, ist aus meiner Sicht absolut gelungen.

    Mich hat dieses Buch derart geflasht, daß es für mich definitiv das Buch des Jahres aus diesem Genre ist!

  • #25

    FH.JH. (Freitag, 27 Oktober 2017 11:02)

    Wie viel verträgt Literatur?

    In manche Szenen mag der Leser wahrlich schwer hineintauchen. Weil er sich wehrt, um moralisch zu relativieren. Weil er nicht will. Weil er muss. Weil er fasziniert ist. Die empfundene Ästhetik des Protagonisten steht der zuweilen pragmatischen Beschreibung im Widerspruch. Paradox. Genial. Nicht immer. Aber so mancher Satz umfasst nur ein oder drei Wörter. Eine Aufzählung, ganz typisch für Jos, und so deutlich. Oberflächliche Andeutungen braucht kein Leser. Die aber braucht das Buch, der Leser, die Geschichte, die Literatur. Jos hebt das Niveau der Belletristik auf ein neues. Gerade noch rechtzeitig.

    Ein wahres Werk, wie wahr.

  • #24

    Claudia (Dienstag, 17 Oktober 2017 04:28)

    Ich wurde auf diesen Roman aufmerksam gemacht, mit dem Hinweis, das die Filmrechte an diesem Buch schon verkauft sind und sowas macht mich natürlich noch neugieriger. Trotz der fast 600 Seiten muss ich zugeben, das ich mich nicht gelangweilt habe und das alleine ist schon eine große Kunst.
    Die Geschichte entwickelt sofort eine Sogwirkung und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, wollte wissen wie es den einzelnen Protagonisten weiterhin ergeht, wie sich die einzelnen Geschichten und Schicksale entwickeln. Das mit den Personen ist wie im wahren Leben, die einen mag man, die anderen nicht, so ist es auch hier. Zum Großteil dreht sich die Story um dieselben sieben Personen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, wo man aber nach und nach immer mehr über sie erfährt, so das alle in einem gewissen Zusammenhang stehen. Man sollte sich allerdings im klaren darüber sein, das Nienke Jos in einigen harten Situationen kein Blatt vor den Mund nimmt, sondern mir als Leserin knallhart die Fakten vor die Füße knallt und ich damit zurecht kommen muss. Die Kapitel sind im Wechsel geschrieben, so das immer ein Protagonist im Mittelpunkt steht. Hier geht die Spannweite von Kriminalität, über Verluste, bis zu einem Neubeginn. Als Leserin taucht man sehr tief in das Seelenleben der Anderen ein, man erfährt die Sehnsüchte, die Rachegefühle, oder auch den vollkommenen Umbruch eines Lebens. Immer wieder überraschte mich die Autorin, das sie Wendungen einbaute die nach sich zogen, das auf einmal weit entfernt geglaubte Personen einen viel engeren Bezug zueinander hatten, als jemals zu erahnen war. Diese Effekte sind super gelungen und auch nachvollziehbar. Einziger kleiner Kritikpunkt meinerseits sind die ausschweifenden Gedanken bei wenigen Personen, die sich in einer extremen Situation vorstellen, was passieren könnte, wenn sie erwischt würden und das damit durchspielende Szenario. Aber das ist wirklich Kritik auf höchstem Niveau.

    Fazit
    Mit diesem Debüt konnte mich Nienke Jos vollkommen überzeugen. Ihr Schreibstil ist klar, schonungslos, knallhart, manchmal sehr extrem, aber auch tiefgründig, menschlich, gefühlvoll und mit einem tiefen Einblick in die Seele der Protagonisten.

  • #23

    Christina (Dienstag, 03 Oktober 2017 13:23)

    Zeit ist etwas sehr Relatives. Liest man „Die Einsamkeit der Schuldigen“ von Nienke Jos, so begreift man diesen Satz völlig neu. Denn während der Lektüre vergeht sie für den Leser wie im Flug – und das trotz der fast 600 Seiten. Man bekommt allerdings eine grauenhafte Idee davon, dass es den Opfern seelenloser Verbrechen im Buch nicht so gegangen sein dürfte. Nienke Jos ist eine Meisterin des psychologisch versierten Beobachtens. Es gelingt ihr Opfern und Tätern facettenreiche Gesichter und Stimmen zu verleihen. Sie bringt einem die Figuren so nahe, wie man einigen auf Grund ihrer Abartigkeit persönlich niemals kommen wollte. Und doch kann man nicht aufhören ihre Protagonisten zu verfolgen, quer durch den ganzen Roman. Intelligent komponierte Handlungsstränge treiben die Spannung ins Unermessliche. Die sprachliche Umsetzung verleiht der morbiden Stimmung eine bestechende Ästhetik, die ihres Gleichen sucht. Ich bin schon gespannt auf die Fortsetzung und begeistert von dieser neuen Stimme, die der deutschen Literatur bisher fehlte. Den Roman habe ich in 48 atemlosen Stunden verschlungen.

  • #22

    Großartig! Unbedingt lesen! (Donnerstag, 28 September 2017 18:06)

    Das beste Buch, was ich je gelesen habe. Keine Seite zu lang. Keine überflüssigen Worte. Umwerfend!!! Ina Vier aus Köln.

  • #21

    Andrea Grienel, Goch (Montag, 25 September 2017 19:52)

    Liebe Frau Jos,

    ich habe einer Ihrer Lesungen besucht. Die erste in meinem ganzen Leben. Warum?
    Ihr Roman hat mich unglaublich neugierig gemacht! Einer so jungen und hübschen Frau traut man wohl kaum etwas derart Abgründiges zu. Ich wollte Sie persönlich treffen, das Foto hatte mir nicht gereicht. Wer ist diese Autorin? Was aus diesem Buch erkenne ich in ihr wieder?

    Ihr Hörbuchsprecher Kurt Kühl ist ein Genuss. Ihm zuzuhören, abzutauchen in die Passagen, die er liest und dabei wahrlich echt zu fühlen, war ein besonderes Erlebnis. Ihr Dialog mit dem Publikum Weltklasse. Sie beide zu erleben und zu erkennen, dass Sie eine herzliche und fröhliche, sogar sehr humorvolle Frau sind, hat mich beruhigt. Es hat mir gezeigt, dass Sie wohl eine der begabtesten Schriftstellerinnen sind, die der Markt heute zu bieten hat. Wer ein solches Buch schreiben kann, obwohl er als Mensch nichts mit den Protagonisten und der Stimmung gemeinsam hat, ist vom Talent des Schreibens wahrlich gesegnet.

    Ich möchte Ihnen für diesen außergewöhnlichen Roman danken. Er hat mich mitgenommen, begeistert und tief beeindruckt. Inhaltlich und sprachlich hat er mich von Beginn an in einen immer schneller werdenden Strudel gezogen. Selten hat mich ein Buch so sehr gefesselt. Die Überraschungsmomente und Wendungen in Ihrer Geschichte, die sich verändernden Charaktere bleiben unübertroffen.

    Ihr sprachliches Talent ist beeindruckend, ihr Schreibstil außergewöhnlich und die Mischung aus Spannung und literarischem Niveau eine mir noch nie begegnete Kombination.

    Es ist wirklich ein schlafender Bestseller und ein ganz besonderer Geheimtipp.
    Teil 2 kann ich nur mit großer Neugier und Freude entgegen schauen.

    Vielen Dank, Frau Jos!

    Andrea Grienel

  • #20

    Christoph Linst (Dienstag, 29 August 2017 19:59)

    Das Gegenteil von Poppy J. Anderson.
    Was für ein Segen.
    Danke.

  • #19

    Ramona aus Freiburg (Dienstag, 04 Juli 2017 15:27)

    Hallo Frau Jos,

    was für ein Roman! Ich habe ihn als ebook bei Amazon runtergeladen. Die Geschichte ekelt mich an, sie fasziniert mich, sie hat mich teilweise überfordert. Sie ist traurig, sie ist gewiss erschütternd und irgendwie sympathisch zu gleich. Ich bin ab der Mitte des Buches nur noch dadurch gehetzt vor lauter Spannung. Es sind so viele Wendungen, so viele neue Überraschungen und am Ende habe ich mir überlegt, es ein weiteres Mal zu lesen, wegen der vielen Feinheiten für die es sich allein schon lohnt. Sie sind eine der besten Autorinnen der letzten Jahre für mich. Wo waren Sie denn vorher, wenn Sie jetzt erst auf der Bildfläche erscheinen? DANKE für dieses BUCH!!

    Ramona Lieblich

  • #18

    Wuestentraum (Mittwoch, 28 Juni 2017 09:43)

    Nienke Jos hat mit diesem Debütroman voll ins Schwarze getroffen. Die Geschichte um die 7 Protagonisten herum, welche am Ende alle miteinander verwoben werden, ist einfach genial.

    Lange habe ich überlegt, wie ich die Abscheulichkeiten, die perversen und abartigen Neigungen einzelner Protagonisten am besten beschreiben kann. Der Ausdruck "Geschmacklosigkeit der menschlichen Abgründe in Erscheinung bringen" trifft es genau.

    Nienke Jos hat einen außergewöhnlich mitreißenden und anspruchsvollen Schreibstil. Eloquent und manchmal philosophisch geschrieben, verpackt sie die grausamen Gräueltaten und kann gleichzeitig den Leser in ein wahres Gefühlschaos leiten.

    Ich muss hier erwähnen, dass ich normalerweise keine Bücher über 400 Seiten mag, da viele mir zu langatmig oder zu weit ausgeschmückt erscheinen. Dieses ist bei diesem 592 Seiten Roman keinesfalls der Fall. Die Spannung ist von der ersten bis zur letzten Seite vorhanden, die Wendungen perfekt, die einzelnen Protagonisten klar und detailliert dargestellt, mitreißend und packend geschrieben, so dass man dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen kann.

    Fazit:

    Perfekt umgesetzte Story mit packendem und mitreißendem Schreibsstil. Einfach perfekt. Ich kann diesen Roman nur Jedem wärmstens weiterempfehlen.

    Ich freue mich schon auf den II. Teil in 2018.

  • #17

    Regina (Freitag, 02 Juni 2017 21:20)

    Zwei unterschiedliche Prologe, 42 Jahre liegen dazwischen. Ein Moment, der das Leben eines kleinen Jungen abprupt veränderte. Eine Frau, die eigentlich nur leben wollte, eine Freundin haben, wie von einer unsichtbaren Hand geführt, einen Mann ersticht.
    Nienke Jos läßt uns am Leben mehrerer Personen teilhaben . Einer sticht besonders heraus. Seine Fantasien treiben ihn an, kein Verbrecher, wie er sich sah, wollte nur seine Fantasien ausleben.
    "Nur eine Frau. Nicht für immer. Eine Weile. Ihr würde nichts geschehen und niemand würde es erfahren. Das war das Wichtigste." (S.33)
    Er taucht immer wieder auf, seine Gedanken, sein Tun, seine innere Stimme, die viel voraus sieht, ihn abhalten könnte.
    Noch ahnt der Leser nicht, wer sich dahinter verbirgt. Geschickt verteilt die Autorin ihre Spuren, doch die sehr umfangreichen Personenbeschreibungen, ließen mich durch einen Satz erkennen, das ist er. Aber bis dahin ist man fast dem Ende nah.

    Es geht um menschliches Versagen, Einsamkeit und der Schwierigkeit sich der Ketten zu befreien, die ein erfülltes Leben möglich machten.
    Aber es geht auch um Abgründe, sich in kranken Hirnen manifestieren, kaum aushaltbar sind.
    Eine Handlung, die wie ein kleiner Windzug, zu einem zerstörenden Orkan wird. Ein nach außen wirkendes Gesicht, bald zur Fratze, Dämon, sein wahres Ich entblöst.
    Und am Ende bildet sich ein Kreis, der alle Personen bewußt oder unbewußt in sich vereint.

    Es ist der Debütroman von Nienke Jos, und ihm soll noch ein weiterer folgen.
    Man mag es kaum glauben, dass diese Autorin mit ihrer bildgewaltigen, anspruchsvollen Sprache, einen solch 589 umfassenden Roman schrieb. Ihr psychologisches Gespür ist einmalig, wie sie den Leser langsam in die Geschichte einführt, am Ende die Spannung so steigert, man als Leser nur so an den Seiten klebt. Zwar sind einige Passagen schwer verdaulich, sich fragend, woher solche Abscheulichkeiten einem Autorenkopf entrissen werden.. Aber die Mischung stimmt, so wirkt das Buch auch nicht reißerisch. Es blickt eher in die Seelen, Hintergünde, fast verstehend, niemals entschuldigend.
    Ich kann das Buch nur absolut empfehlen, eigentlich muss es gelesen werden.
    Glückwunsch Nienke Jos und weiter so!

  • #16

    Buchhandlung Engel (Mittwoch, 31 Mai 2017 11:03)

    Faszinierend, wie es die junge Autorin schafft, die verschiedenen Handlungsstränge mit ausgefallenen Protagonisten zusammenzuführen, von denen man nicht glaubt, dass es eine Verbindung gibt.
    Ungeheuer spannend! Ein beeindruckendes Debüt!
    Buchhandlung Engel, Bernkastel-Kues, Mosel

  • #15

    Bianka (Montag, 22 Mai 2017 19:12)

    Ich bin durch einen Tipp auf dieses Buch gestoßen.
    Ich muss sagen: hervorragend geschrieben. Die Spannung baut sich langsam auf. Geschehnisse, Örtlichkeiten und das Gefühlsleben der Protagonisten sind sehr detailliert beschrieben. An einigen Stellen könnte es für den ein oder anderen zu starker Tobak oder zu detailliert sein, aber das ist nur vereinzelt und bestimmt nicht das Buch.
    Für mich waren die parallelen Handlungsstränge sehr gut zu lesen und verständlich. Ich war gefesselt und bin es, wenn ich darüber nachdenke, noch immer. Ich hatte schon lange kein Buch mehr in der Hand, bei dem es mir schwer gefallen ist, es aus der Hand zu legen. Verständlicherweise hatte ich es dementsprechend zügig gelesen. Ich freue mich schon jetzt auf den zweiten Teil und bin gespannt, wie die Geschichte zu Ende geht. Meinen Glückwunsch an die Autorin für ihr gelungenes Erstlingswerk. Hut ab, Nienke Jos - bitte weiter so.
    Vielen Dank für dieses literarische Feuerwerk und beste Grüsse von der Mosel

  • #14

    Diana (Montag, 22 Mai 2017 12:20)

    Ich habe das Buch heute gegen 4.00 Uhr ausgelesen. Ich habe geweint und bin sehr berührt. Ich liebe Junia. Lass es ihr wieder gutgehen, liebe Nienke. Es ist so ungerecht, was mit Ann passierte. Das ist schon ein sehr besonderes Buch. Dein Schreibstil ist ein Genuss. "Die Einsamkeit der Schuldigen" hinterlässt seine Spuren.

    Ich liege wegen einer notwendigen Operation ab heute voraussichtlich 14 Tage (wenn alles gut läuft) im Krankenhaus. Dumm. Für diese Zeit hatte ich das Buch am Freitag gekauft und wollte es nur kurz anlesen. Leider konnte ich nicht mehr davon ablassen. Jetzt ist es schon ausgelesen! Schade, dass es nicht schon den 2. Teil gibt. Nun wird es schwer, etwas vergleichbares im Anschluss zu finden.
    Ich habe es trotzdem mitgenommen, und übergebe es nun meine Zimmernachbarin und nehme somit noch einmal teil an diesem unglaublichen Werk.

    Danke, liebe Nienke!

  • #13

    Diana (Sonntag, 21 Mai 2017 17:44)

    Ich bin erst bei Kapitel 52, ich habe noch ein bisschen vor mir.
    Aber ich bin begeistert!!!!! Gekauft habe ich das Buch am Freitag, seit dem habe ich gelesen. Es ist unglaublich. Es ist einfach unglaublich!!!!!

  • #12

    Kerstin Fricke (Sonntag, 21 Mai 2017 10:19)

    Jetzt habe ich gerade eine tolle Rezension geschrieben, und nun ist mein Computer hängen geblieben. Ich versuche es noch einmal:

    Ich habe das Buch entdeckt, weil ich ein Plakat gesehen habe und mir die Autorin sofort sympathisch war.
    Ich blätterte durch. Gerne lese ich immer die ersten Seiten um zu testen, ob mir der Schreibstil gefällt. Und ja! Sofort. Ein sehr interessanter Schreibstil. Und was sieht der Junge im 1. Prolog? Das musste ich noch zu Ende lesen.
    Und dann war es zu verlockend. Ich habe den 2. Prolog angefangen. Und schon hatte sie mich. Wie kam es zu der Situation im Restaurant?
    Ich kaufte das Buch. Ich habe leider keine Woche gebraucht, um es durchzulesen. Es ist wahnsinnig spannend. Man muss sehr aufmerksam sein beim Lesen, die vielen Handlungsstränge, die nicht immer in der richtigen chronologischen Reihenfolge sind, muss man aufmerksam auseinanderhalten, was einem aber nicht schwer fällt, denn die Charaktere sind sinnvoll und gut ausgearbeitet, die Ereignisse und Geschichten logisch und nachvollziehbar. Es ist kaum zu ertragen, wie viel man als Leser weiß, und wie wenig Junia davon tatsächlich erfährt. Diese arme Frau, man möchte für sie da sein. Auch jetzt frage ich mich, wie es ihr wohl geht? Entsteht gerade der 2. Teil? Werden Sie gut zu ihr sein, Nienke Jos? Mir ist Junia sehr ans Herz gewachsen und ich wünsche ihr nur das beste.
    Das Buch ist sehr ergreifend. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich je so erschüttert worden bin. Diese vielen Geschichten fügen sich am Ende toll zusammen. Die Figuren lernt man intensiv kennen, lieben und hassen. Immer wieder muss man sich neu orientieren, weil man sich in einigen arg täuscht. Was Nienke Jos da erschaffen hat, ist so unglaublich, dass eine Rezension sehr schwer fällt. Ich kann nur sagen: 100% JA! Ein tolles Werk, mit einer tollen Geschichte, mit tollen Figuren, mit einem tollen Schreibstil. Was auffällt ist der tolle Schreibstil der Autorin, die interessanten Wendungen. Und was mir auch besonders aufgefallen ist: Wenn ich ein Buch zu Ende gelesen habe, bin ich oft enttäuscht. Die Geschichte war gut aufgebaut, spannend, aber die Auflösung dann enttäuschend und man hatte das Gefühl, dass sich das gesamte Buch im Nachhinein nicht gelohnt hat. Bei Nienke Jos ist das anders. Es ist einfach toll! Da gibt es keine Enttäuschung oder eine zu einfache Auflösung. Es ist einfach wahnsinnig gut.
    Ich habe (nicht zum 1. Mal) die ganze Nacht durch gelesen.
    Jetzt werde ich schlafen.

    Teil 2 soll 2018 erscheinen. Ich werde Teil 1 kurz vorher noch einmal lesen und dann in den 2. Teil eintauchen. Ich freue mich wirklich sehr darauf!

    Viele Grüße
    Kerstin

  • #11

    Jens Dippel (Freitag, 19 Mai 2017 15:34)

    Meilenweit entfernt von einem Fitzeck oder einer Link. Es hat nichts zu tun mit einer Raabe, einer Zeh, einem Larsson. Was sind Follet, Piccoult, Eggers, Harr und Schätzing dagegen?

    Jos steckt sie alle in die Tasche. Nein, ins Taschenbuch.

    Mit einem Wimpernschlag, mit einem Pusten - nicht von dieser Welt. Jos wird die gefragteste Autorin der Zukunft sein. Scheiße nochmal, dieses Buch ist unbeschreiblich gut.

    Wann kommt der 2. Teil????

  • #10

    Ma.-Me.-Ma. (Dienstag, 16 Mai 2017 11:55)

    Ein schlafender Bestseller!

    Für mich das ergreifendste und tiefgründigste Werk der Gegenwart.

  • #9

    Liki (Mittwoch, 19 April 2017 20:47)

    Man liest und liest und liest und liest....
    Es ist unerträglich spannend und anspruchsvoll in seiner Handlung. Die Autorin ist gnadenlos.

  • #8

    Herzleserin (Freitag, 14 April 2017 11:05)

    Liebe Leser,

    hiermit spreche ich meine dringende Buchempfehlung für den Titel "Die Einsamkeit der Schuldigen - Teil I" aus. Empfohlen wurde mir das Buch im HugenDubel.

    Nun bin ich eine anspruchsvolle Leserin und habe wirklich alles schon durch. Es ist schwierig für mich, Bücher zu finden, die mich wirklich interessieren. Neben einer spannenden Storyline wünsche ich mir die tiefgründige Auseinandersetzung mit den Charakteren und einen ästhetischen Schreibstil. Ich finde die Romane von Charlotte Link immer spannend, aber nicht sehr anspruchsvoll und auch zu oberflächlich und konstruiert. Ich mag Romane von Pascal Mercier, ich lese gern Ken Follet, auch mag ich die Tiefgründigkeit von Rolf Rappert, die reißerische Handlung von Minette Walters und Joy Fielding. Aber bei allen Romanen kann man immer nur das eine oder das andere haben. Mir fehlt immer noch DIE AUTORIN, die ALLES abdeckt.


    Weil ich also Nienke Jos bis dahin noch nicht kannte, es offensichtlich auch ihr erster Roman ist, gab ich ihr eine Chance und bin umso faszinierter. Ich habe das Buch regelrecht verschlungen. Es ist so spannend, dass es fast keinen Zeitpunkt gibt, an dem man es weglegen kann. Manchmal habe ich das Gefühl, dass die Autorin Sätze bis auf ihre Sinnhaftigkeit kastriert. Sie hat einen ungewöhnlichen Schreibstil. Anspruchsvoll, ohne dass es holprig wirkt, sie findet elegante Sätze mit soviel literarischem Erguss, dass ich dringend empfehle, das Buch 2x zu lesen. Aufgrund der spannenden Geschichte ist es nahezu unmöglich, ihren Schreibstil in seiner Genialität zu erfassen:


    Es gibt 7 Protagonisten, die aus ihrer Sicht die eigene Geschichte erzählen. Wie sie am Ende zusammenfinden, konnte ich mir als Leser noch nicht vorstellen, aber soviel sei gesagt: Es gelingt, und zwar ohne hanebüchene Irreleitung. Ich beschränke mich nur auf meine eigene "Rezension", ohne den Inhalt wirklich zu beschreiben, denn den könnt Ihr überall nachlesen.


    Die Geschichte ist faszinierend, erschütternd, traurig, nachvollziehbar und echt. Der Aha-Effekt ist sensationell, es gibt Momente, die haben mir wirklich den Atem verschlagen. Man wird als aufmerksamer Leser ernstgenommen und auf die Probe gestellt: Wie passen Sommer und Winter in diesem Buch zusammen? Man beachte den 2. Prolog, der am Ende fast eins zu eins wieder vorkommt. Die Autorin gilt "als Schöpferin gläserner Seelen", und ich kann diesem Zitat vollumfänglich zustimmen. Wir lernen die Protagonisten sehr gut kennen. Fast so, dass man sich voyeuristisch ertappt fühlt und sich erwischt, dass man Solidarität mit dem Falschen empfindet.


    Ich kann diesen Roman (der übrigens nur Teil I ist, aber eine abgeschlossene Geschichte enthält) aufs allerärmste empfehlen.

    Eure HerzLeserin

  • #7

    Doris Germes (Sonntag, 19 März 2017 15:18)

    Die Einsamkeit der Schuldigen ....
    ein Buch, was einen fesselt und vor lauter Spannung immer weiter lesen lässt. Im Laufe der Geschichte, wenn man mehr Zusammenhänge erkennt, will man immer schneller lesen. Man hat Angst, etwas zu verpassen und braucht zwischendurch starke Nerven.
    Das Buch hat eine nachhaltige Wirkung, noch Wochen später denkt man viel über die Geschichte und deren Protagonisten nach.
    Ich habe dieses Buch schon mehrmals weiter empfohlen. Es lohnt sich! Ein Lob an Nienke Jos. Ich erwarte mit Spannung den 2. Teil.
    Viele Grüße aus Straelen,
    Doris

  • #6

    Bernd Georg Pollmann (Donnerstag, 09 März 2017 20:42)

    Hallo Nienke, liebe Leser und liebe Leserinnen,

    ich weiß gar nicht, wo ich beginnen soll.
    Der Roman ist umfangreich und tiefgründig geschrieben. Man erkennt sofort, dass man es hier mit einer Autorin zu tun hat, die sich intensiver Menschenkenntnis bedient. Die Charaktere mögen alle erfunden sein, dennoch sind sie unter uns. Es gibt diese Menschen! Sowohl eine Ann, als auch eine Isa, ein Thijs und eine Junia, Theodor und Wiebe, "der Aal" - all diese Figuren leben unter uns. Nienke hat es geschafft, sie echt wirken zu lassen, man sieht sich unter ihnen, so authentisch sind sie beschrieben und aufgestellt.
    Die Geschichte und einzelnen Schicksalsschläge berührten mich sehr. Mehr, als ich es von einem Buch gewohnt bin. Das Werk ist enorm gelungen.
    Nachdem man den letzten Satz dieses Romans gelesen hat, ist man nicht weniger einsam als alle erfundenen Figuren darin. Fast möchte man sauer auf die Autorin sein, weil sie einen so allein lässt.

    Ich sehne den 2. Teil herbei. Es gibt viel zu glätten.

    Bernd Georg Pollmann aus Gelsenkirchen

  • #5

    Daniel Martin (Mittwoch, 22 Februar 2017 22:26)

    Ob ich jemals schon mal ein so gutes Buch gelesen habe? Nein!
    Bin ich jemals so mitgerissen worden? Nein!
    Hat mich ein Buch jemals so berührt? Nein!
    Hat mich ein Buch jemals so gefesselt? Nein!
    Gab es jemals schon mal eine so hübsche Autorin aus der etwas so hässliches herauskam? Nein!

    Ihre Lesung ein "Leserbnis"!
    Hingehen lohnt sich!! Lesen lohnt sich!!

    Hoffentlich Welt-Erfolg, ich hoffe es!

    Seien Sie gegrüßt, Nienke, und danke für diese vielen Lesestunden.

    Daniel Martin!

  • #4

    Heike (Freitag, 10 Februar 2017 18:35)

    Ich schließe mich allen Rezensionen an.

    Ich habe den Roman hier im Degenhardt entdeckt. In der Buchhandlung hat man mich dann restlos überzeugt, 12,90 auszugeben. :-)
    Es ist zerreißend in seiner Spannung. Immer wenn man sich vornimmt, es wegzulegen, verschiebt man es auf ein weiteres Kapitel und auch dann wieder schafft man es nicht, eine Pause einzulegen. Etwas schade ist, dass man spätestens ab dem 30. Kapitel hetzt, hetzt, hetzt. Man liest schnell, es ist kaum zu ertragen, man wird unaufhörlich und immer weiter mitgenommen.
    Was eine Leserin hier bemängelt, muss ich geradezu hervorheben! Die beschriebenen Szenen, die wirklich abscheulich sind, finde ich faszinierend und wichtig. Mich haben auch diese Teiles des Buches mitgerissen.
    Dass die Autorin weiblich ist, hätte ich nicht gedacht. Ich hatte ursprünglich den Verdacht, dass der Name Nienke Jos männlich ist, zumindest hätte mich das nicht gewundert.
    Der Roman ist in allen Belangen extrem! Vor allem aber extrem gut!

    Ich mache mir jetzt schon Gedanken, wie es im 2. Teil weiter geht.

    Übrigens komme ich auch aus Wiesbaden und es war herrlich unsere schöne Stadt in dem Buch wiederzukennen.
    Wie schön, eine solche Autorin in Wiesbaden zu haben.

    Liebe Grüße von Heike und Christoph!

    P.S.: 2 Karten für Ihre Lesung sind reserviert!

  • #3

    Claudia Wissen (Freitag, 10 Februar 2017 15:00)

    Hallo Frau Jos,

    das Buch habe ich in einem Rutsch durchgelesen. Mir gefällt es sehr gut. Es ist aufwändig geschrieben und sehr fesselnd.
    Dennoch muss ich sagen, dass mir die ein oder andere Stelle Übelkeit verursacht hat. Mit der hemmungslosen Beschreibung teilweise drastischer Szenen kam ich nicht immer gut zurecht.
    Das ändert aber nichts an meiner uneingeschränkten Überzeugung: Sie haben da etwas erschaffen, was mich zutiefst beeindruckt und berührt. Die Wendungen in Ihrer Geschichte und das erschütternde Ende ist sehr kraftvoll, ohne hanebüchene Irreführung, die so mancher Autor aus Verzweiflung inszeniert.

    Ich werde es weiterempfehlen!
    Zunächst aber freue ich mich auf den 2. Teil.

    Ein beeindruckendes Werk. Es hinterlässt einen trüben Gefühlstümpel.

    Aus dem Schwarzwald, Claudia Wissen

  • #2

    Helge M.-P. (Freitag, 10 Februar 2017 11:48)

    Liebe Nienke,

    wenn mir jemand vorher den Inhalt des Buches erzählt hätte, hätte ich es wahrscheinlich nicht gelesen. So stieg ich in das Buch hinein, weil eine Freundin die Empfehlung ausgesprochen hat, und es war unglaublich. Schon lange hat mich ein Buch nicht mehr so fasziniert, so bedrückt, gefesselt. Nienkes Schreibstil ist genial, die Beschreibung der Charaktere lässt Tiefe erkennen und die Erfahrung mit Menschen. Das Buch lässt einen nicht mehr los - ich habe halbe Nächte durchgelesen.
    Es gäbe noch viel dazu zu sagen. Ich mache es kurz: Das Buch ist einfach toll.
    Ich wünsche Ihnen, liebe Nienke, von ganzem Herzen viel Erfolg mit Ihrem Buch.
    Ich lese gerne und viel. Die wenigsten Bücher haben mich so berührt wie Ihres.
    Ich freue mich auf Ihr zweites Buch. Viel Erfolg!
    Liebe Grüße, Helge M.-P.

  • #1

    Thorsten (Donnerstag, 09 Februar 2017 12:06)

    Gab es hier nicht mal mehr Rezensionen? Wo sind die???

    Ich liebe die S. 383. Ein Synonym für die vielen unglaublich ästhetischen und literarischen Ergüsse Ihres ungewöhnlichen Schreibstils. Und dann wieder formulieren Sie das Gegenteil. Keine bildliche Sprache mehr, keine inszenierten Wortspiele, die einen durch die Sprache tragen. Sie können so kompromisslos zwischen emotionaler Kälte und behutsamer Wärme switchen (ich habe solchen Stil noch nirgendwoanders entdeckt).
    Ich schließe mich den anderen Rezensionen (die es hier mal gab? - wo sind die hin???) an: Man muss den 1. Teil 2x lesen. Erst überwältigt einen die Spannung, die vielen autonomen Handlungsstränge, deren Verschmelzung zum Ende hin einwandfrei rund ist, einen aber kalt erwischt. Und wenn man das Buch weglegt (das schafft man erst nach der letzten Seite), fällt man tief. Ich habe mich noch nie so einlullen lassen. Ich war noch nie so süchtig nach der Zeit, in der ich endlich weiterlesen konnte. Ich war noch nie so überwältigt von der Fassungslosigkeit, die dieses Buch und seine Figuren ausgelöst haben.
    Ich habe zurückgeblättert, nochmal gelesen (ich hatte die naive Hoffnung, dass sich dann manches anders anfühlen würde, aber da habe ich mich getäuscht). Nienkes Sprache, das tiefe Einfühlungsvermögen in ihre Figuren, das alles hat mich überzeugt.

    Ich kann nicht sagen (ich lese viel!), wann ich zum letzten Mal so verliebt war (in Junia), wann ich soviel Abscheu und Ekel empfunden habe (psssst), wann ich so hingerissen und mitgenommen war (ich habe an mancher Stelle geweint).

    Ich freue mich auf den 2. Teil (wie auch immer Sie da ein 2. Mal mithalten können) also bitte beeilen Sie sich, Frau Jos!

    Aus Kiel, Thorsten

Vielen Dank!