"Jenke dachte immerzu an den Tod. Nicht an irgendeinen, sondern an seinen. Tagein, tagaus. Daran zu denken war eine Selbstverständlichkeit. Er hatte das Gefühl, der Tod habe seine Zuneigung und hielt ihn im Fahrwasser. Es war fast wie eine Schwärmerei, für die es sich zu leben lohnte."


 

 

Wenn Marga frühstückt, wirkt der See vor ihrem Fenster, als schlafe er noch tief und fest. Sie kennt sich aus in ihrem Wald und auf den Feldern, vertraut ist jeder Zentimeter auf ihrem Hof.

Ausgerechnet zwei Tage vor Heiligabend entdeckt sie weit draußen einen Stein, der ihre winterliche Idylle durcheinanderbringt. Ein Stein, der zuvor aufgestanden war und sich wenige Meter weiter zu den verschneiten Fichten bewegt hatte. Marga steht regungslos vor dem Küchenfenster und starrt hinaus: Ein solcher Stein war ihr noch nie zuvor begegnet.

Im Schlafanzug und mit Mütze macht sie sich auf den Weg und findet heraus, dass Gisela geeigneter ist als jedes Rentier, dass ihre Anwesenheit während der Geburt ihres Bruders längst nicht so schlimm war wie der Sonnenbrand auf Antons weißen Ohren, und dass es ganz und gar unmöglich ist, Geldscheine mit Handschuhen aus dem Tiefschnee zu fischen.

 

Eine hinreißende Geschichte über Marga und Jenke, über den Lebenswillen und über den Schnee.